Mediation ist eine kooperative Konfliktlösungsmethode, bei der eine unabhängige, neutrale dritte Person, die als Mediator bezeichnet wird, die Parteien bei der Beilegung eines Streits unterstützt.

Das Mediationsverfahren ist ein flexibles, vertrauliches und außergerichtliches Verfahren, bei dem die Parteien durch strukturierte Verhandlungen mit Hilfe des Mediators gemeinsam eine Einigung erarbeiten, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht.

Der wesentliche Unterschied zum Gerichtsverfahren besteht darin, dass die Parteien selbst aktiv und eigenverantwortlich an einer interessengerechten Lösung ihres Konflikts mitwirken. Die Entscheidungsgewalt über Fortführung und Ausgang des Mediationsverfahrens bleibt zu jedem Zeitpunkt bei den Parteien.

Der Mediator ist weder Richter noch Schlichter, sondern ein allparteilicher Mittler, der auf Grundlage seiner Ausbildung und Erfahrungen die Parteien ohne Zwangsmittel durch das Verfahren führt. Mit Sachverstand und geeigneter Methodik unterstützt er bei der Definition ihrer Interessen und der gemeinschaftlichen Entwicklung zukunftsorientierter Konfliktlösungen.

Die anschließende Untersuchung und Bewertung der gefundenen Lösungsmöglichkeiten leitet über zur Ausarbeitung der für alle Parteien geeignetsten Alternative. Die von den Parteien gemeinsam erarbeitete zukunftsorientierte Einigung erhöht die Akzeptanz und Tragfähigkeit bei beiden Seiten.

Als Abschluss einer Mediation soll eine (auch rechtsverbindliche) Vereinbarung zur Konfliktbeilegung stehen, die alle beteiligten Konfliktparteien unterzeichnen und umsetzen.


RA Harald Bechteler, Partner bei Taylor Wessing